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Gewitter und fragwürdige Speisen

In einem kleinen Garten inmitten vieler Häuser eile ich – mit einer Gießkanne – zwischen den Beeten umher. Das Wässern der Pflanzen muss unbedingt erledigt werden. Moina ist bei mir, wartet ab. In der Ferne hat sich längst ein großes Gewitter zusammengebraut. Es wallt rasch näher. In dessen Vordergrund eine Reihe kahler Bäume. Das Überflüssige des Gießens vor einem solchen Gewitter dringt in mein Bewusstsein, erreicht mich aber doch nicht, löst eher eine Spannung in mir aus, die mich zu noch mehr Eile antreibt, auf dass ich noch vor dem Gewitter mit meiner Pflicht fertig werde. Ich bin dafür verantwortlich, dass die Pflanzen genug Wasser bekommen. Wie rasch das Gewitter näher kommt! Schnell schnell!

In einem Passagierflieger. Langsam schiebt sich die Menschenschlange durch den bordseigenen Speisesaal – eine Räumlichkeit runden Grundrisses – hin zur schmalen Treppe, die hinauf zu den Sitzplätzen führt. Das Kreisrunde findet noch Betonung durch einen riesigen runden Tisch in der Raummitte. Dieser ist mit weißem Tuch gedeckt und dient als Buffet. Unterschiedlichste Speisen werden dargeboten. Doch ich bin gedanklich von dem nahen Gewitter abgelenkt. Es sieht so aus, als würde der Flug trotz allem pünktlich starten. Naja, Flugzeuge durchqueren häufiger Gewitter in den höheren Luftschichten. Das ist wohl kein Problem, sondern nur die Sorge einer Unwissenden. Direkt am runden Tisch begegne ich dem Flugkapitän, der sich etwas graubleich den flachen Bauch hält und einen sorgenvollen Blick auf die Speisen wirft. Er murmelt leicht verzweifelt vor sich hin: „Ich bin nicht sicher, ob nicht doch eine verdorbene Speise darunter war. Vielleicht habe ich davon gegessen und dann reißt es mich womöglich während des Fluges nieder?“ – Na, das fehlte noch. Ein bewusstlos werdender Flugzeugführer inmitten eines ausgewachsenen Gewitters. Dennoch … ich lasse mich von den anderen mitziehen, setze meinen Weg in den Fahrgastraum fort – schließlich will ich ja meinen erreichten Platz nicht verlieren.
~ Traum vom 11. Februar 2012 ~