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Aloe vera

Traum vom 18. April 2009

Etwas überstürzt, fast wie blind vor Eile, betrete ich den Friseursalon. Angenehm schummeriges Licht empfängt mich. Von rechts, aus dem eigentlichen Salon kommend, stürzt eine Angestellte herbei. Sie wirkt gehetzt, und ihre ansonsten bleiche Haut ist auf den etwas breitflächigen, aber noch hübschen Wangen mit roten Flecken übersät. Ohne langes Fackeln zücke ich eine Sprühflasche, richte deren Düse auf das Gesicht der Angestellten und drücke den Hebel durch. Ruckzuck ist das Gesicht der Angestellten von dem Inhalt benetzt. Geradeaus, von links, stürmt die Friseurmeisterin herbei und zeigt sich völlig verständnislos ob meines Handelns. Ich erkläre ihr, mit einem guten Maß an Begeisterung: „Das Wasser in dieser Sprühflasche enthält Aloe vera! Es hat also eine beruhigende Wirkung auf die Haut.“

Tatsächlich zeigt sich sofort die besänftigende Wirkung; die roten Wangenflecken werden blasser und wirken weniger hitzig. Die Angestellte massiert die Feuchtigkeit ein, nimmt den Rest mit einem Tuch ab und wirkt zufrieden. Bereits im nächsten Augenblick sitze ich nebenan auf dem Stuhl und sie schneidet meine Haare. In der nächsten Sekunde ist alles geschehen und ich verlasse den Laden, gehe die Straße entlang. Ich greife in meine Haare, raufe sie geradezu in dem Bemühen, zu erspüren, welcher Unterschied zu vorher durch diesen Schnitt entstanden ist. Es ist keine nennenswerte Veränderung meiner Haarpracht festzustellen. Üppig wogen die welligen Haare vor meine Augen, so dass kaum noch der Blick frei bleibt. Wie kam ich eigentlich auf diese blödsinnige Idee, in einen Friseursalon zu gehen? Ich war doch erst vor ein oder zwei Wochen in einem. Da kann heute ja gar nicht viel geschnitten worden sein. Warum habe ich das gemacht? Es nervt mich, dass ich etwas Unnötiges getan habe, weil ich wieder unbewusst durch die Gegend gelaufen war.

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