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Hot Mail aus der Schule

Traum vom 3. März 2010

Blick aus dem Küchenfenster der Älteren, nach unten auf dem Platz vor dem Haus. Dort steht eine kleine Gruppe Vorschulkinder. Bei ihnen die Betreuerin mit den blonden Zöpfen; sie bringt den Kindern ein wichtiges Lied bei. Dabei wird sie von einem jungen Mann unterstützt, der eigens für das heutige Unternehmen engagiert wurde. Es gibt ein Refrain, in dem einige Begriffe mit dem Anfangsbuchstaben ‘H’ vorkommen: beispielsweise ‘Hotmail’, ‘Haus’, ‘Hase’. Anhand des Liedes sollen sich die Kinder nämlich eine temporäre Adresse merken; für den Fall, dass sie sich unterwegs verlaufen. Ja, da ist ‘Hotmail’ ja ein wichtiger Punkt! Ich stehe alsbald vor dem Haus und überlege, die Gruppe zu begleiten, damit die Kinder gut beaufsichtigt sind.

Ein erneuter Blick aus dem Fenster. Oh, es ist viel dunkler geworden und… ach du liebe Zeit… da unten stehen mindestens fünfzig Kinder! Viel zu viel für zwei Betreuer. Ich bin richtig erschrocken über die unerwartete Lage.

Später gehe ich den Verbindungsflur entlang, um von der Vor- zur Grundschule gelangen. Hier treffe ich auf die dreijährige Ina. Sie sitzt an die Wand gelehnt, patscht herum. Sie hat ein ganzes Glas Apfelsaft verschüttet und ich bin hineingelatscht. Na also… so etwas… Dann geht es weiter die Schulflure entlang, bis ich in einem entlegenen Teil des Gebäudes ankommen. Die kleine Aula einer verlassenen Realschule. Ich trinke ein Glas Kakao, drücke auf den vor knapp zwei Jahren absichtlich installierten Anker am linken Arm und… übergebe mich in der nächsten Sekunde. Der Kakao kommt komplett wieder raus und landet auf dem grauen Filzboden.

Zurück in der Grundschule; im Klassenzimmer. Moina lernt. Dann ein Screen… Demonstration einer Software… dynamische Weltkarte. Sie zieht als Endlosband von rechts nach links. Amerkia… Europa, … Immer wieder tauchen rote Kringel auf – vage an sich ausdehnende Kreise auf der Wasseroberfläche erinnernd – und vergehen wieder. Diese roten Kreise stehen für Einschusslöcher, beziehungsweise für die möglichen Ziele, die es anzuvisieren gilt. Dort sollte man die Treffer landen. Oh hoppla…! Am unteren Rand auf der rechten Seite tauchen mit einem Male menschliche Gestalten auf. Auch auf ihren Körpern scheinen die Zielkringel auf. Im Gesicht erkenne ich einige der Fadenkreuze genauer. Sie sind beschriftet, damit man weiß, was bei einem Treffer ausgedrückt werden soll: Beleidigung, Tötung oder Hinrichtung. Meine Güte, das ist ja echt krass!

[...] Im Nebenzimmer eines ländlichen Speiselokals probt ein kleiner Vorschulchor. Wunderschön melodisch, ein Kanon mit vielen Stimmen: „Shalom Chaverim“ Immer wieder. Das soll zur Begrüßung freudig erwarteter Menschen angestimmt werden, sobald sie hier eintreten. Das ist sehr schön.

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