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Die scharfe Konstruktion des Herrn Books

Traum vom 5. März 2010

In der kleinen Arbeitshalle ist es noch ganz still an diesem frühen Morgen. Herr Books eilt hin und her; bekleidet mit einer Handwerkerhose. Sein Oberkörper ist unbekleidet und von einer kaum wahrnehmbaren Schweißschicht überzogen. Er hat eine einfache Konstruktion aus Holzlatten erstellt, in Form eines aufrecht stehenden Rechtecks, das auf einem einfachen Podest steht. Etwas – das ich nicht erinnere, aber mit den Arbeiten hier im Raum zu tun hat – amüsiert mich an diesem Morgen und das Lachen ist noch in meinem Gesicht, als Herr Books mit eiligen Schritten naht. Irgend eine Angelegenheit hat ihn wohl verärgert, was seinen Bewegungen kraftvollen Antrieb verleiht. Gedanklich völlig abwesend, bemerkt er meine Gegenwart gar nicht, rauscht direkt vor mir vorbei und ist mit dem nächsten Schritt in seine Konstruktion eingetreten. Zwar sehe ich das Kochmesser, mit nach unten gerichteter Spitze, am oberen Querstreben der Konstruktion aufgehängt, denke mir aber nichts dabei, denn Herr Books befestigte es dort ja selbst, weshalb mir gar nicht in den Sinn kommt, ihn auf diesen möglicherweise verletzenden Gegenstand hinzuweisen. So bleibt auch das Lachen in meinem Gesicht, denn ich begreife erst, was geschehen ist, als Herr Books mit blutender Schulter aus der Konstruktion heraustritt und mich böse anfaucht: „Was gibt’s denn da zu lachen?“ Unglaublich, er ist ins offene Messer gelaufen. Seine rechte Schulter weist Stichverletzungen auf. „Ja aber, Sie haben das Messer doch selbst dort angebracht – Sie müssten davon doch wissen?“ verteidige ich mich und schäme mich für mein übermütiges Lachen.

Traumpfad: Deadline Day

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