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Endlich!

Traum vom 1. November 2007

Ein großes Plakat wurde ausgehängt. Der Stempelabdruck eines roten Weihnachtsbaumes, umgeben von bunten Farbklecksen. Auf diesem Plakat wird es verkündet: Endlich, Mara wurde Stimme verliehen!

 

'Traumplakat' von Traumzeit

Ich registriere dieses Plakat, aber weiter weiß ich damit nichts anzufangen. Diese Tage hatte ich Geburtstag. Heute nun sind einige Bekannte gekommen, um das zu feiern. Keine Ahnung, um wen es sich handelt. Bis zu diesem Augenblick war ich davon ausgegangen, dass wir im Wohnraum oder in der Küche feiern. Aber nun streben alle wie selbstverständlich in mein Zimmer. Das ist mir unangenehm. Küche und Wohnraum sind nicht so etwas Eigenes wie dieses eigene Zimmer. Naja, aber natürlich spricht nicht wirklich etwas dagegen und ich lasse es geschehen. Angelique ist bereits damit beschäftigt, den Tisch für uns freizumachen. Ein paar Sachen von mir lagen drauf. Ich fege mit dem Handrücken ein paar Krümel von der Decke – fertig. Dann krabbele ich unter den Tisch und bringe meine CDs in eine neue Ordnung. Bisher waren sie von hinten nach vorn in mehrere offene Kästen geordnet. Nun stelle ich sie von links nach rechts. Links von mir steht eine weitere Reihe CD-Kästen unter einer Sitzbank/Bett. Diese schiebe ich mit dem Unterarm weiter darunter, damit niemand versehentlich darauf herumtrampelt. Hm, damit dürfte für ausreichend Beinfreiheit gesorgt sein. Ich habe nicht vor, meine CDs abzuspielen – da die Musik eh nicht den Geschmack der anderen treffen wird. Eine allerdings greife ich – eher ohne Absicht – und lege sie, noch während ich mich beim Hochkommen am Tisch abstütze, auf den Tisch. Es ist „Circles of Life“ von Oliver Shanti & Friends. Vor einigen Jahren habe ich sie gerne gehört. Ich will sie zwischendurch mal abspielen. Da wird sich ja wohl nicht gleich jemand beschweren. Als ich noch einen Blick darauf werfe, bemerke ich eine zweite CD auf dem Tisch, die es vorhin als Geburtstagsgeschenk gab. Keine Ahnung, um welche Art von Musik es sich handelt. Das Coverbild lässt meines Erachtens keine Rückschlüsse zu. Eine große mexikanische Bohne ist darauf abgebildet. Mit lachendem Mund und großen Augen, Strichmännchenarme und –beine. Die Bohne tanzt, trägt einen goldgelben Hut und wirkt sehr vergnügt und lebendig. Vermutlich werde ich sie während der Feier auch mal abspielen. Angelique stellt gerade eine Geburtstagskarte auf die Kommode. Fünf Glückwunschkarten sind es. Fünf… daran kann ein jeder erkennen, dass ich kaum Kontakte habe und nicht sehr beliebt bin. Wie sie da so stehen, steht es jedem frei zu lesen, was drin geschrieben steht. Kurz überlege ich, ob das angebracht ist. Schließlich sind es persönliche Worte, die an mich gerichtet sind. Eine Karte von Wilma steht auch dort, und ich weiß, dass sie mir jedes Jahr eine spirituelle Botschaft mitgibt, die ich stets als oberflächlich empfinde. Ja, vielleicht wäre es mir peinlich, wenn das gelesen würde. Von Beginn an spürte ich Unbehagen bei der Vorstellung, in meinem Zimmer zusammen zu kommen. Daran hat sich nichts geändert. Ich fühle mich unwohl und betrübt. Notiz: Im Traum hätte ich nicht benennen können, woher das Unwohlsein und die Betrübnis rühren. Aber es ist ganz klar: In dem Zimmer gibt es nichts Schönes oder Interessantes. Alle Möbel dienen ihrem Zweck, ohne irgendwie optisch ansprechend zu sein. Da ist nichts, das dem Auge eines Betrachters in irgendeiner Weise Freude bereiten würde! Ich wohne in diesem Zimmer, aber nichts von den Dingen, die so zu sehen sind, gäben einen Hinweis darauf, dass ich hier wohne! In dem Zimmer ist nichts, was ich mit mir in Verbindung brächte. Dieser Traum hat mich sehr traurig gemacht. Zwar fand ich die Bekanntmachung auf dem Plakat als stimmungsaufhellend, aber dieses anfangs belebende Gefühl wurde von allem weiteren geradezu verschluckt und so ist das Ereignis letztlich in Vergessenheit geraten. Ach so, ein Verschreiber im Traumbuch bleibt noch zu erwähnen: Maria statt Mara.

Links: Mexikanische Springbohnen Circles of Life – Oliver Shanti & Friends

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