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Comtessa Da Fabienne

Traum vom 27. Juli 2008

Im Servicebereich eines Geldinstituts. Am Schalter die Hüttenbuscher Angestellte; sie ist mit meinen Papieren (Bank, Finanzamt, Konsulat, Stadtverwaltung) beschäftigt. Jedenfalls liegt dort ein Haufen Papiere und Formulare, die ich teils wiedererkenne, oder deren Sinn sich mir sogleich erschließt. Oje, siedendheiß fällt mir ein, dass ich längst die Kopie von Mikes Reisepass ans Finanzamt habe schicken wollen. Ganz vergessen, wie unangenehm. Da entdecke ich zwischen all den Papieren einen Vordruck vom Finanzamt; drei zusammengetackerte Papiere, eines nach hinten umgeschlagen. Oh, das ist ja zuvorkommend. Das brauche ich nur noch ausfüllen und die Sache ist erledigt! Es ist ja erstaunlich, dass all meine Papiere hier bereitliegen. So frage ich die nett lächelnde Angestellte: „Haben Sie mein Kommen vorhergesehen?“ „Nein“ sagt sie lächelnd „ich bearbeite es gerade.“ Mir erscheint es trotzdem ein bisschen wie ein Wunder. Erst recht, als ich sie leise murmeln höre, dass sie mir gleich meine neue Identität aushändigen wolle. Und laut in meine Richtung: „Für ihre neue Identität wurde übrigens folgender Name ausgewählt: Comtessa Da Fabienne.“ „Waaaas? Wie??? Das ist ja… völlig abwegig?! Ein Irrtum, ein Versehen? Szenenwechsel: Vortrags- oder Konzertsaal; auf einem Balkon sitzen bereits einige frühere Bekannte mit Blick zum erwarteten Geschehen. Ich gehe an ihnen vorbei und nehme auf einem Stuhl Platz. Die Depotspritze ist heute fällig. Die Ältere, sie sitzt links neben mir, bietet an, mir diese zu verabreichen. Okay. Da das Medikament unter die Bauchdecke gespritzt wird, schlage ich vor, mich in eine möglichst liegende Position zu begeben, was aus Platzmangel nicht gut möglich ist. Etwas verkrampft hänge ich im Stuhl und die Ältere ist im Begriff, die Injektionsnadel in die Taille zu pieksen. Irritiert frage ich: „Ist dort noch die Bauchdecke?“ „Ja…“ antwortet sie tonlos. Ich bin nicht sicher… „Mir wäre es lieber, die Spritze mehr im Bauchbereich zu bekommen.“ Da ertönt eine vertraute Stimme aus den Behandlungsräumen jenseits des Balkons. Meine Frauenärztin ruft: „Comtessa Da Fabienne?!“ Was sagt sie… Comtessa Da Fabienne…? Ja aber… habe ich das nicht vorhin geträumt? Habe ich diesen Namen wirklich bekommen? Die Ärztin ruft mir folgendes Angebot zu: „Was halten Sie davon: Ich gebe Ihnen erst einmal in aller Ruhe die notwendige Spritze. Dann händige ich Ihnen die neuen Papiere aus. Wir sprechen ein langes Mantra. Und dann schauen wir, was ich sonst noch für Sie tun kann. Und Sie entspannen sich erst einmal ausgiebig.“ Mit Tränen in den Augen und leicht gebrochener Stimme antworte ich: „Wie könnte ich zu einem solchen Angebot Nein sagen? Ja, ich komme!“ Worauf die Ärztin sagt, und dabei höre ich ein mitfühlendes Lächeln in ihrer Stimme: „Aber das alles ist doch selbstverständlich.“ Es berührt mich, dass sie sich so viel Zeit für mich nehmen will.

Traumpfad: Fabienne… – Faba, die Bohnenpflanze; Fabien, der Bohnenpflanzer. Spannend, da ich gestern im Garten Bohnen gesteckt habe.

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Eine Antwort zu Comtessa Da Fabienne

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