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Gestalt-Therapie

Traum vom 11. März 2010

In den Praxisräumen. Weite und lichte Räume. Eine Reihe von Zetteln in Spielkartenformat stehen im Mittelpunkt. Diese Zettel sind mit unterschiedlichen roten Klecksen bedruckt. Ohne die Zettel zu zerschneiden, können nun die jeweiligen Klecksgestalten in ihre Einzelteile zerlegt und neu zusammengefügt werden, so dass in fließenden Übergängen immer wieder neue Gestalten entstehen. Das geht eine ganze Weile so, bis ich in das Sprechzimmer einer freundlichen Ärztin gebeten werde, wo gerade alle Vorbereitungen für die zwei Spritzen, die mir verabreicht werden sollen, getroffen werden. Einige Formalitäten sind zu erledigen. Ich frage interessehalber: „Sind die Spritzen eigentlich schmerzhaft?
„Ja, die Spritzen sind sogar ausgesprochen schmerzhaft“ erklärt mir die Ärztin. „Außerdem dauert es zwei Minuten, bis der gesamte Inhalt einer Spritze injiziert ist.“
Oje, da heißt es also, die Zähne zusammenbeißen. Obwohl ich mehrfach nachfrage und herauszufinden versuche, in welchem der Räume die Spritze später gegeben wird, finde ich darauf keine Antwort.

Zwischendurch zurück am Arbeitsplatz. Auch jetzt stehen die Gestalt-Klecks-Karten im Mittelpunkt. Mein Handy klingelt. Es ist ein guter Freund der Chefin, der von ihr noch ein paar Details wegen ihrer Verabredung hören möchte. Heiter erkläre ich, dass er wohl die Wiederwahltaste gedrückt habe, in der Annahme, es sei die Nummer der Chefin, da sie ja angerufen hatte. Ja, so erkläre ich weiter, meine Chefin habe halt mein Handy für den Anruf genutzt, weil bei ihrem der Akku fast leer war. Während ich mit ihm spreche, bleibt mir unklar, ob ich ihn siezen oder duzen soll. So frage ich ihn höchst vergnügt: „Ja, wie soll ich denn jetzt sagen? Du oder Sie?“ Da sich seine Gedanken aber mehr um die Verabredung drehen, bekomme ich keine Antwort darauf, so dass ich mich noch weiter still darüber amüsiere, wie unbeholfen ich gerade bin. Ist ja auch egal; die Chefin ist hier und ich kann das Gespräch weiterreichen.

Im Sprechzimmer. Nochmal wegen der Spritze. Mir wird ein kleines Hilfsmittel vorgeführt, das dabei helfen soll, die zu erwarteten Schmerzen besser zu ertragen. Es ist eine glatte Holzkugel von etwa 3 Zentimeter Durchmesser – wie von Mikes Lesezeichen – mit einer kleinen „Nase“ die dem Holz natürlich gewachsen. Diese Kugel soll ich mir in die Achselhöhle stecken und dann fest mit dem Oberarm dagegen drücken, bis ich die ‘Nasenspitze’ sehr eindrücklich spüre. Eigentlich verspricht das zusätzlichen Schmerz – doch in Anbetracht des anderen großen Schmerzes soll dies eine weniger schmerzhafte Ablenkung darstellen. So richtig überzeugt bin ich noch nicht, kann es mir vielleicht nicht so recht vorstellen, vertraue aber der Ärztin. Wie auch immer, anschließend werde ich nicht arbeiten können. Meine Chefin ist nicht gerade glücklich darüber. Durch ein Drahtstabkonstruktion – ein stehendes Rechteck – trete ich in den Raum und überlege, ob es überhaupt sinnvoll ist, für nur 15 Minuten mit der Arbeit anzufangen.

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