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Traumarbeit | Techniken zur Traumdeutung

Erste Schritte zur Traumdeutung

Eine gelungene Traumarbeit hinterlässt ein tiefes Gefühl der Befriedigung, denn die Seele spürt: Sie haben sich etwas wirklich Gutes getan und sind den tieferen Schichten Ihres Bewusstseins näher gekommen, wie ein Goldgräber der Goldader.

Der erste Grundsatz der Traumarbeit sollte lauten:
Schätze deine Träume und die anderer und behandle sie mit Respekt!

Den Traum erzählen

Wie beginnt man nun mit der Traumarbeit? In der Regel kommen bereits beim Aufschreiben des Traumes im Traumtagebuch die ersten Ideen. Oft erlangt man ein tieferes Verstehen des Traumes schon dadurch, dass man ihn einem vertrauten Menschen erzählt — am besten so, wie man eine Geschichte erzählt.

Vokabelheft – die träumische Sprache lernen

Sie werden in Ihrem Traum Symbolen begegnen, die Ihnen zunächst rätselhaft erscheinen. Lernen Sie „Ihre“ Symbolsprache, wie man eine andere Sprache erlernt: Sie können eine Art Vokabelbuch anlegen, damit Sie nachschlagen können, in welchem Zusammenhang Sie vorher von einem Symbol geträumt haben, und mit der Zeit werden Sie perfekt „Träumisch“ sprechen.

Erste Annäherung

Assoziationen

Sich während einer ruhigen Viertelstunde mit seinem Traumtagebuch hinsetzen und alle Assoziationen zu den einzelnen Symbolen aufschreiben — alle Ideen und Gedanken, die zu dem Symbol oder der Traumgestalt einfallen. Dies geschieht sinnvollerweise stichwortartig, beispielsweise mit Hilfe eines Mindmap. Aber Vorsicht: Um sich nicht zu verzetteln, sollten in erster Linie nur direkte Assoziationen zu dem Symbol aufgeschrieben werden.

Sich Fragen stellen

Wenn hier von Symbol die Rede ist, so ist damit jeder im Traum auftauchende Gegenstand gemeint, aber auch Personen, Orte, Tiere, ja sogar mit dem Traum einhergehende Gefühle. Wenn Sie im Traum starke Angst hatten, so sollten Sie Assoziationen zu ‚Angst’  sammeln, etwa:

  • Was macht mir im Moment Angst?
  • Wann habe ich in den letzten Tagen Angst gespürt?
  • Wie bin ich mit meiner Angst umgegangen?

Wenn Sie beispielsweise von einem Hund geträumt haben, sollten Sie überlegen:

  • Was bedeutet für mich ein Hund?

Genau hinsehen:

  • Welche Art von Hund tauchte im Traum auf?
  • Ein lieber oder ein böser?
  • Groß oder klein, hell oder dunkel, sanft oder bedrohlich?
  • Ein Hund, den Sie im Realleben persönlich kennen?

Assoziieren Sie auch hierzu.

Und, klingelt’s?

Wenn Sie zu einem Symbol viele Ideen hatten, schauen Sie sich alle noch einmal an und spüren Sie nach:

  • bei welcher Assoziation ‚klingelt’ es am ehesten?

Meist kommt es schon bei diesem Sammeln zu einem „Aha-Erlebnis“ und dem aufregenden Gefühl, sich der Bedeutung des Traums zu nähern.

Im Dialog mit den Traumgestalten

Nach dem Sammeln der Assoziationen sollten Sie sich die Zeit nehmen und genauer und diesmal in ganzen Sätzen aufschreiben, welche Kräfte da in Ihrem Inneren wirken:

  • Was will eine Traumgestalt?
  • Warum taucht ein Symbol auf?
  • Fragen Sie die Symbole und Gestalten, und lassen Sie sie zu Ihnen „sprechen“.

Schreiben Sie die Antwort kurz auf.

Versuchen Sie bei dieser inneren Kommunikation Ihre ‚Gesprächspartner’ ernst zu nehmen. Auch und vor allem Traumgestalten und Symbole, die man gar nicht mag, sollte man genauer ansehen und nachspüren, wie sie sich anfühlen. Wenn Ihnen etwas nicht passt, so machen Sie dies auch unmissverständlich klar, ohne dabei in Vorwürfe oder Rechtfertigung abzugleiten.

Erhellende Erkenntnisse

Sie werden während des Schreibens in der Regel feststellen, dass sich ziemlich schnell eine erhellende Klarheit einstellt, was die Symbole und das Traumganze denn nun zu bedeuten haben.

Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung der Traumbedeutung auf, so wie Sie diese wahrnehmen.

Weitere Methoden

Die Beobachtung des Traum-Ichs ist eine weitere einfache und dabei sehr aufschlussreiche Methode, sich einerseits der Bedeutung des Traumes zu nähern, andererseits hat man die Chance, seine noch unbewussten Muster zu erkennen.

Interessant in diesem Zusammenhang: Die Beobachtung des Traum-Ich