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Die Muschi

Traum vom 19. Oktober 2007

Das Antlitz einer Katze füllt mein gesamtes Blickfeld. Es ist ein Ausschnitt eines Katzenreliefs aus silbernem Metall – auf den Wölbungen glänzend, in tiefgründigen Bereichen von beschlagenem Dunkel durchzogen. Eine Weile gleitet mein Blick darüber hinweg und dann… ich bin verblüfft, traue anfangs meinen Augen kaum. Im Bereich der Nasenflügel hauchfein überlagernd, erkenne ich die leicht kräuselnden Ränder zweier Blütenblätter, die auf dem Nasenrücken ein wenig übereinanderlappen. Unter diesem Blütenblatthauch drückt sich ein zartes Knöpfchen hindurch – eigentlich die Nasenspitze der Katze. Dann wird es, zu meinem Erstaunen, offensichtlicher: meinem Blick enthüllt sich die kunstvolle Nachbildung einer Vulva. Was ich anfangs als Blütenblätter ansah, sind die kleinen Schamlippen (Nymphae) und das zart durchdrückende Knöpfchen ist die Klitoris. Selten, wenn überhaupt jemals, sah ich ein so liebevoll gestaltetes Kunstwerk. Fürsorglich geschützt und vor dem oberflächlichen Blick in einem Katzengesicht geborgen, und dennoch in all ihrer Schönheit und völlig ohne Scheu preisgegeben: eine Vulva. Oder unterliege ich einer Täuschung? Je länger ich es betrachte, umso so sicherer wird, dass es eine Art Vexierbild ist. Davon muss ich ein Foto machen, damit ich es aus dem Traum hinauftragen und zeigen kann! Mit Worten lässt es sich nicht vermitteln. Da fällt mir ein, dass ich leider gar keinen Fotoapparat dabei habe.

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