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Scheinverhütung

Traum vom 13. März 2010

Ein Blockraum ohne Fenster. Dr. Schein sitzt auf dem einzigen Möbelstück in diesem Raum: einem Hocker mit runder Sitzfläche aus Holz. Leicht vorgebeugt, die angewinkelten Ellbogen auf den Oberschenkeln abgestellt, das Kinn auf die ineinander verschränkten Finger gestützt, wartet er auf Besucher, die ihm geistreiche Sätze zutragen. Ich trete ein, ohne mir Worte zurechtgelegt zu haben, werfe dann spontan ein kurzes Zitat von Peter Rühmkopfkorf in den Raum. Dr. Scheins gewölbter Rücken beginnt von stillem Lachen zu beben, ein Smüstern im Gesicht, Blitzen in den Augen… – ihm bereitet das Zitat an dieser Stelle Vergnügen. Doch hinter meinem Rücken vernehme ich kritische Stimmen: „Ein Zitat! Pffffff…“ Aha, aus der Konserve reicht wohl nicht.

Draußen vor der weit offenen Tür zum Blockraum. Ich stehe direkt vor der rechten Türzarge, den Kopf nachdenklich gesenkt, die Unterlippe zwischen Daumen und Zeigefinger rollierend, fällt mir das Buch mit den Mösenbildern ein, das ich gestern bei 2001 in der Hand hatte – ‘Das weibliche Geschlecht’ von Nick Karras. Ich hätte es mitnehmen sollen! Dann hätte ich schöne Referenzbilder für meine Bleistiftzeichnungen gehabt. Denn damit wollte ich mich doch eingehender beschäftigen. Ich könnte mir Montagen verschiedener Mösen vorstellen und diese mit Bleistift zeichnen. Wäre sicherlich eine gute Übung, um das Zeichnen zu lernen. Eine tolle Idee! Zu schade, dass ich sie nicht gleich umsetzen kann. Vielleicht radle ich morgen einfach noch mal … Herr Books, den ich schon vorhin hinter mir wahrnahm, unterbricht meine Gedanken, fordert mich freundlich auf: „Kommen Sie doch mal mit!“ Okay! Direkt links neben Dr. Scheins Blockraum hat Herr Books sein Büro im Jobcenter. Wir sitzen uns sogleich am Schreibtisch gegenüber. Und während er mir einige Papiere zuschiebt, changiert er unbemerkt zu meinem früheren EDV-Dozenten Herrn Schwarz. Es handelt sich um drei Jobangebote, die er eigentlich seinen Schützlingen offerieren wollte. Hm, die ersten beiden Jobs sind anspruchslose Hilfsarbeiten, die mich nach spätestens drei Wochen entsetzlich langweilen würden. Der dritte Job aber erfordert einige Qualifikationen, für die ich keine Belege habe. Doch auf meinen zweifelnden Gesichtsausdruck hin meint Herr Schwarz: „Egal! Wenn es Dich interessiert, dann kümmere ich mich drum; dann hast Du den Job so gut wie in der Tasche.“ Ich kann mein Glück kaum fassen und unzählige, gleichzeitig auftauchende Überlegungen machen mich sprachlos.

Traumpfade:
Dr. Schein – Verhütung
‘Das weibliche Geschlecht’ von Nick Karras
Rosenblätter

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2 Antworten zu Scheinverhütung

  1. Viel Erfolg auf dem weiteren TraumpfadBerufsweg wünscht
    Books :-)

  2. Lieber Books, vielen Dank für Ihr freundliches Angebot! ;o)