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Glockenspiel

Traum vom 21. März 2010

Früh am Morgen, noch vor dem Aufstehen, laufe ich – planlos – aus dem Haus, hinüber zum Hochhaus. Im Dämmerlicht – der frühe Vogel fängt den Wurm – sitzen dort aber schon einige Anwohner an Tischen unter schlanken dunklen Bäumen. So frisch und gut die Morgenluft. Dort zwischen diesen Tischen, Menschen, kehre ich – planlos – um, gehe zurück. Dabei schaue ich hinauf, zu einem der Balkone und sehe dort ein junges Paar, das sich an seinem recht neuen Glockenspiel erfreut. Dieses Glockenspiel ist eine ungewöhnliche Konstruktion. Ähnlich wie an einer kleinen Zahnradbahn sind dort Glocken aufgereiht, die – elektronisch gesteuert – zu bestimmten Zeiten, in bestimmten Abfolgen zum Klingen gebracht werden. Die Klänge sind durchdringend, laut. Und ich vermute, das Paar hat das Glockenspiel eben wegen der nicht gerade geringen Lautstärke draußen angebracht, weil es im Innen viel zu laut wäre. Mich wundert allerdings, dass es zu keinen Beschwerden seitens der übrigen Bewohner kommt. Denn alle die dort wohnen, sind dem Geläute ja unfreiwillig ausgesetzt. So frisch und gut die Morgenluft. So dunkel die Nischen in den dunklen Bäumen wie Tannen, unter denen nur noch das Armeezelt mit der Chaiselongue fehlt… – aber das ist ja Vergangenheit…

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