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Spotting

Traum vom 22. März 2010

Es ist ein Erwachen in das sich lichtende Dunkel verlassen liegender Räume, die wie von fern vertraut, jedoch ohne greifbare Erinnerungen. Die lange Anrichte… Ach ja, hier liegt das kleine pirateske Opernfernrohr bereit… eine eigens für mich hergestellte Sehhilfe. Diese nun vor das Auge haltend, komme ich noch nicht einmal zu einer Betrachtung von außen, fühle aber die angenehme Kühle des Metalls unter der glatten rotbraunen Oberfläche, spüre die leicht erhabenen messinggoldenen Ringe, die zu beiden Enden die einzelnen ineinander zu schiebenen Röhrchen verkleiden. Ein optisches Gerät, das trotz seiner Leichte doch auch angenehm in der Hand wiegt und somit etwas über seine hervorragende Qualität verrät – ein präzises Gerät. Nicht dass ich enttäuscht wäre, als ich das Fernrohr einem Monokel gleich vor das Auge setze – freischwebend – und dann erst einmal nur mit der unangenehmen Tatsache eines sehr engen Tunnelblicks konfrontiert werde; ich hatte es ja nicht mal anders erwartet. Und hier in dieser sich gerade lichtenden Dunkelheit ist ja eh nicht viel zu erkennen. Doch mit einem Male gleitet das Objektiv rein zufällig über einen Text. Sehr schön, sehr klar zu erkennen diese großen Buchstaben. Aber so bekomme ich nur ein paar Buchstaben zu sehen, nie ein ganzes Wort, was das Lesen anstrengend machte; aber ich hatte es ja nicht mal anders erwartet. Doch dann schiebt sich ein wichtiger Aspekt zwischen Auge und Okular, den ich fast nicht wertgeschätzt hätte: dieses Instrument wurde extra für meine Augen hergestellt, bietet eine optimale Sehhilfe – Klarsicht – und ich werde sicherlich lernen, beweglicher mit dem Fernrohr umzugehen. Bedenken bleiben allerdings wegen des stark eingeschränkten Blickfeldes.

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