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Aha, ein Schlorps

Traum vom 23. März 2010

Die Wohnung ist in Übergangsbereichen noch unfertig. Vor allem auf höheren Etagen macht sich das unangenehm bemerkbar, wenn man von einen in den anderen Raum gelangen will und dort nur Teilverbindungen mittels Gerüsten egeben sind. Ich sitze auf einem solchen Metallgitter, schaue in einen Raum hinein und frage eine dort tätige Bewohnerin, ob das Provisorium auch wirklich stabil genug ist, was sie gleichmütig bejaht, so als sei das alles nichts besonderes. Dann klettere ich wieder hinunter. Am Ende geht es auf eine Art Leiter hinab, mit Trittflächen wie aus Pflugscharen in unterschiedlichen Farben, vom Roststaub durchdrungen. Fast etwas übermütig geworden, springe ich von den oberen Stufen hinab auf die Wiese. Dort unten an der Pflugscharenleiter steht ein Kletterer, der mich wohl bei diesem letzten Abschnitt beobachtete und stellt fachmännisch fest: „Aha, Sie bevorzugen auch den Schlorps!“ Soso, diesen Sprung bezeichnet man also als ‘Schlorps’ – wieder was dazugelernt. Ich nicke ihm freundlich zu und laufe weiter, auf die freie Wiese zu. Auf einen sanft geschwungenen Hügel, über ihren Höhepunkt hinweg und… da schlingert ein länglicher, mit Wasser gefüllter Lederball vor meine Füße – von seiner innewohnenden Unwucht sowohl gestoppt als auch getrieben, bewegt und hält er ruckartig zugleich. Ich trete zu, um den Ball zurückzuspielen, treffe aber leicht daneben. Zum Glück, denn der zweite Spieler – ihn hatte ich bis eben gar nicht bemerkt – kommt im Rollstuhl herbei und spielt den Ball schließlich zurück. Es gibt ein flurpsendes Geräusch, als der Ball über die feuchten Grashalme schlingert. „Oh, Entschuldigung!“ sage ich, fast zu leise, so unangenehm ist mir, dass ich vor lauter Übermut diesen Fehltritt machte.

Pflug am Auerbacher Schloss

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