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Schwarze Kreditkarte

Traum vom 12. April 2009

Im Geldinstitut. Ich trete an einen Tresen um dort die zwei Übernachtungen für Thommy und seine Liebste zu bezahlen. Der junge Angestellte fragt: „Alles?“ — „Ja klar.“ — „640 Euro.“ — „Was? So viel!?“ Ich hatte mit gut 200 Euro gerechnet. Aber klar, ich hatte nicht bedacht, dass die Beiden den Besuch zum Shoppen nutzen würden. Trotzdem… dass sie in dieser kurzen Zeit so viel Geld ausgegeben haben… Ich hätte Thommy nicht für so unvernünftig gehalten. Aber für dieses überflüssige Vergnügen möchte ich nicht aufkommen.

Also: „Kann ich den Vorgang rückgängig machen? Ich möchte nur die reinen Übernachtungskosten tragen.“ — Der Angestellte bedauert: „Leider habe ich die Übernachtungskarte bereits eingelesen. Es ist nur noch die Zahlung des Gesamtbetrages möglich. Ich kann ihnen aber eine weitere Kreditkarte anbieten, mit der wir den Prozess neu einleiten und nach ihren Wünschen gestalten können.“ — Wie von Zauberhand rieseln, von seinen Worten begleitet, eine schwarze Kreditkarte, eine dünnblättrige Police und allerhand Info-Material vor mir auf den Tresen. Hoppla! Ich hatte nicht vor, wegen dieser Bezahlung einen solchen Aufwand zu betreiben. Schon gar nicht möchte ich eine Karte erwerben, für die ich dann auch noch über diesen Vorgang hinaus verantwortlich bin. Nein nein, ich werde auf keinen Vertrag eingehen.

Da springen einige Angestellte der Sparkasse mit einem Satz auf einen der Balkone – die Fassade eines Hochhauses bildet eine der Innenwände des Geldinstituts. Oben auf dem Balkon singen sie in höchsten Tönen von den Vorzügen dieser schwarzen Kreditkarte – showreif in Szene gesetzt. An Mike gerichtet sage ich: „Hey cool, schau mal, die nutzen die Balkone als Bühne.“ Ich spüre missbilligende Blicke von der Seite. Nicht von Mike, der eher unberührt zuschaut, sondern von jemanden anders. Habe ich womöglich etwas Unpassendes gesagt? Ich nehme eine lila Wasserpistole mit geräumigen Wassertank aus grünem Plastik und spritze den nächsten Angestellten nass. Das ist lustig. Finde ich, aber nicht der junge Südländer, der etwas weiter rechts in einer dunklen Ecke sitzt und mit finsterem Blick zu mir herüber schaut. Aha. Mit Vergnügen spritze ich mehrmals auf ihn. Er findet das immer noch nicht lustig, reagiert gar nicht, was mir etwas bedrohlich vorkommt. Merkwürdig, dass er das nicht lustig findet. Ziemlich humorlos.

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