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Buch vom Rothaarigen aus Scotland

Traum vom 9. April 2009

Eine Wanderung führt die Älteren und mich nach langer Zeit wiederholt an einen Ort mit Steilhängen. An manchen Stellen schmale Rinnen, die das Wasser gebahnt hat. Die Ältere springt hinunter, während der Ältere schimpft, da es viel zu gefährlich ist. Ich überlege, die Wasserrinnen zum Hinabrutschen zu nutzen, doch sind diese arg schmal.

Mir ist ein Anruf entgangen – keine Ahnung, wer es versuchte.
Ich entdecke ein Buch – vom Aussehen her erinnert es an „Der Pfad der Seele im Horoskop“ – das mir ein Mann aus Scotland als Zeichen seiner Bewunderung für meine Arbeit, überbringen ließ. Dazu gehört ein wunderschöner Strauß mit rosaroten Frühlingsblumen in Cellophan. Ich finde das sehr nett – eine angenehme Überraschung. Kurz tritt der Mann in Erscheinung: ein schlanker Mann mit Sommersprossen und welligen roten Haaren.

Im Café – in der Abteilung mit der Galerie – ein paar Frauen in Weihnachtskleidern. Auch die Dekoration ist schimmernd. Mehrfach sehe ich Objekte aus Wolle. Genauer sind es zwei beige schimmernde Wollknäuel, die mit einem Fadengewirr verbunden sind.

In der Stadt ein Klassentreffen. Ich nehme mein sonderbares Handy her und versuche, den Mann aus Scotland anzurufen. Das Tastenfeld ist mit einem dunkelgrünen, textilen Trekkingmaterial überzogen. Es braucht etwas länger bis ich mich damit vertraut gemacht habe. Eine Verbindung kommt leider nicht zustande. Unter dem Vordach eines Restaurants – das Klassentreffen wird hier stattfinden – treffe ich auf Detlef N., einem alten Klassenkameraden. Ich sage zu ihm, mit einem Blick auf das Buch: „Habe es von einem Mann aus Scot… Scot… na… aus Scotland (warum nur klingt das nicht ganz stimmig??)bekommen!“ Detlef ist neugierig, während sich mein alter Klassenlehrer auf der Straße entfernt und sich dabei immer wieder zu uns umdreht, als wolle er sichergehen, dass er nichts verpasst. Ich aber verstecke mich hinter anderen Menschen, damit ich mich seinem Blick entziehen kann. Nie und nimmer soll mein alter Klassenlehrer das geschenkte Buch sehen! Es gehörte nämlich nicht zu den Themen, die in der Schule behandelt wurden.

Da kommt ein Anruf von dem Scotlander. Er spricht, und das hatte ich nicht erwartet, perfektes Deutsch und fragt mich, ob ich sein Buch erhalten habe. Es sei so dankbar für das Geschriebene, das ich in die Welt trage. Ob ich auch die Blumen bekommen habe. „Ja! Wunderbar! Danke!“ Es erstaunt mich sehr, dass es ihm so wichtig ist. Ich fand es nie so bedeutsam, was ich in die Welt setzte.

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