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Lila Lidschatten

Traum vom 6. April 2009

Als Wilma kommt, stehe ich ein wenig gebeugt vor einigen Fächern, die im Halbdunkel liegen. Wilma – vorbei eilend – fragt: „Hast du den neuen Lidschatten schon ausprobiert?“
„Jaja!“ mit einer schnellen, fast hektischen Bewegung streiche ich mir einen lila Puder auf die Oberlider. Dabei nehme ich mit dem Applikator viel zu reichlich von dem Puder auf, er zerstäubt sich bis auf die Wimpern. Und – was ich bis zu diesem Augenblick nicht bemerkt hatte – auf meinen Lidern lag eh schon ein matter Puder gleicher Farbe. Dieser aktuelle Puder flimmert und glitzert etwas. Viel zu viel… – aber die Farbe gefällt mir total gut.

Mit ein paar Schritten rückwärts, gehe ich auf etwas Distanz zu den Fächern. Erst durch diese Distanz rückt eine am Tisch sitzende Frau – sie kommt mir bekannt vor, ist etwa Ende Vierzig – ins Blickfeld. Sie fragt: „Hast Du die Artikel zum Thema [leider nicht Erinnerung geblieben] schon veröffentlicht?“
Ohne zu überlegen antworte ich: „Wenn Sie sich in den Verteiler meines Newsletters eintragen, werden Sie darüber informiert, sobald Neues online geht.“ Kaum habe ich es ausgesprochen, empfinde ich mich als unangenehm aufdringlich. Eigentlich hatte ich der Frau nur einen freundlichen und hilfreichen Hinweis geben wollen. Aber ob es auch so ankommt? Die Menschen sind heute ja derart sensibilisiert, dass mein Hinweis ebenso gut als aufdringliche Werbung aufgefasst werden könnte. Empfängt der Empfänger meine Botschaft so, wie ich sie gesendet habe? Eher nicht, und das ist das Blöde.

Notiz: Beim Einschlafen hatte ich eine Frage mit in den Schlaf genommen – diese Frage spiegelt sich im Traum wieder, nur – und das ist wirklich gar zu blöd – ist genau das, was die Antwort auf meine Frage gewesen wäre, nicht in Erinnerung geblieben.

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