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Job an den Nagel gehängt

Traum vom 5. April 2009

Bei der Kirsche in der Küche. Sie möchte, dass ich ihr beim Decken des Frühstückstisches helfe. Mit einem Nicken deutet sie auf eine sehr schmale Schublade ihrer schwarz furnierten Einbauküche und sagt: „Die Brötchen sind sicherlich schon zu braun.“ Ich werfe einen Blick drauf… – lecker krosse Sesamstangen, genau richtig. „Nö, die sind okay!“ rufe ich ihr zu. Richte dann die Frühstücksteller und Tassen aus weißem Porzellan auf dem Tisch. In dieser Zeit kommt die Nachbarin im Rollstuhl in den Wohnraum gefahren. Eine alte Frau, die nicht mehr so gut sehen kann, trotz allem aber sehr wendig und wach wirkt. Ich kehre den beiden alten Frauen den Rücken; den Rest bekommen sie sicherlich auch ohne mich hin. Doch nun begleitet mich ein mehr unterschwellig spürbares schlechtes Gewissen wegen unterlassener Hilfeleistung. Einen Raum weiter in den Räumen eines Landhauses. Wilma ist dort bereits tätig. Sie trägt einen schmalen schwarzen Rock mit schwarzer Bluse und weißem Servierschürzchen. Ich erzähle ihr: „Oje, ich habe nicht ein einziges Servierschürzchen finden können!“ Das stimmt leider, obwohl ich eine Reihe davon im Haushalt habe. Während ich mir Gedanken darüber mache, fällt mein Blick ganz nebensächlich auf die silber gerahmten Bilderhalter an der Wand. In jedem dieser Bilderrahmen ist ein Servierschürzchen gespannt. Die ganzen Wände sind voll damit. Doch ich betrachte dies, als seien es ganz normale Dekostücke. Da kommt der ehemalige Geschäftsführer hinzu. Au wei, was er wohl sagen wird, wenn er bemerkt, dass ich nicht in korrekter Arbeitskleidung angetreten bin. Unbehagen. Doch er sagt gar nichts dazu, sondern fordert mich sehr freundlich auf, mit ihm hinaus zu gehen. Wir treten in ein neueres Stadtviertel hinaus. Viele moderne Hochhäuser – viel Glas und viel schwarzer Marmor. Zu rechten Seite weist der Geschäftsführer auf ein Haus und erklärt, dass Herr Sommer dieses erworben habe. Ebenso die nächsten Wohnungen des nächsten Hochhauses: Stufenartig angeordnete Dachterrassen aus Glas – alle in Herrn Sommers Besitz. Er ist ein Messie und nutzt die Dachterrassen für all seine großen grünen Zimmerpflanzen. Auch der Geschäftsführer findet diese Lösung richtig gut. Denn die Pflanzen werden während Herrn Sommers Abwesenheit immer genug mit Wasser versorgt sein, weil die Dachterrassen ja offen für den Regen sind. Ja, die Brüstungen der Dachterrassen sind voller Regentropfen. Erst jetzt wird mir klar, dass diese Wohnungen alle in Besitz Herrn Sommers sind. Bemerkenswert, niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass er so begütert ist, um sich all diese teuren Wohnungen leisten zu können.

Glasstufen

Notiz: Gestern Gedanken gemacht, wer während unserer Abwesenheit die Pflanzen im Garten wässert. Dieser Traum zeigt allerdings einen verregneten „Sommer“. Also: kein Grund zur Sorge – einerseits…

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