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Ultraschallsonde als Fernsichtgerät

Traum vom 5. April 2010

Mike hält das Auto an, um mich aussteigen zu lassen, setzt die Fahrt dann ohne Verzögerung fort. Ich schaue ihm nach; sein nachtblauer Bus hüpft lusunternehmungslustig die Straße entlang. Kurz bevor der Bus aus dem Sichtfeld fährt, sehe ich, wie Moina aus ihren Kindersitz klettert, um dann auf dessen Kopfstütze zu sitzen. Ein Platz ganz hoch oben, da der Kindersitz zudem auf dem Radkastensitz steht. Ermuntert von Mike, für den das Vergnügen erst jetzt losgeht, wo die strenge Mutter mit den völlig überzogenen Sicherheitsvorstellungen ausgestiegen ist.

Ich jedoch bin in zunehmender Sorge. Hoffentlich geht das gut! Im Schutz der nächsten Hausecke greife ich die Sonde des dortigen Ultraschallgeräts, fahre damit über das linke Schienbein aufwärts, über das Knie und die Oberschenkelvorderseite hinweg, um auf diese Weise die letzte Etappe der Fahrtroute zu scannen, die Mike jetzt zurück legt. Davon erhoffe ich mir etwas Einblick in das aktuelle Geschehen, um durch Gewissheit die Sorgen loszuwerden. Ohne dass ich es bewusst angestrebt hätte, gleitet die Sonde weiter, in den Schritt, fährt über die verschlossenen Lippen … tastend … Es wäre doch wirklich interessant, gerade hier mehr Einblick zu gewinnen … Dahinter müsste sich ja etwas auftun – schon rein anatomisch betrachtet! Na gut, so etwas macht man wohl nicht in der Öffentlichkeit. Doch da ich mich gerade dazu verführt sehe, will ich es nicht gleich sein lassen. So schaue ich geradeaus, mit gelangweiltem und unbeteiligtem Gesichtsausdruck, wovon ich mir erhoffe, dass so niemand auf die Idee kommt, den Blick weiter abwärts zu lenken … hm hm hm … außerdem ist es doch ein ganz natürlicher Vorgang der Selbsterforschung – jedenfalls scheint es mir immer natürlicher.

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