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Regentropfen im Tee

Traum vom 11. April 2010

Vor einigen Tagen kam es zu mir, grundlos und wie selbstverständlich: ein sonderbares Kind. Es isst und schläft, isst und schläft. Ich versorge es, gebe dem Kind zu essen, zu trinken, ein warmes und weiches Bett, ohne zu fragen, warum und für wie lange. Ja, da schläft das Kind schon wieder in meinem Bett. Ist das nicht sonderbar! So geht es Tag um Tag; ich komme meiner neuen Pflicht nach und weiß nicht, warum. Das geht solange, bis eine unbekannte Familie und drei unbekannte Männer (typische Animusgestalten) eintreffen. Wir alle begegnen uns am Stadtrand, unter freiem Himmel, vielleicht am Rande eines Gehwegs. Erst jetzt, als mich die Blicke dieser drei Männer treffen, beginne ich mich dafür zu schämen, die Sorge für das Kind übernommen zu haben, ohne zuvor nach einer Lösung gesucht zu haben, oder überhaupt die Sache hinterfragt zu haben. Ich bin so erschöpft! Doch gibt es wohl keinen Grund, mich vor diesen Männern zu schämen, denn sie sind sehr freundlich. Einer von ihnen bringt mir eine Tasse kräftigen Schwarztee, der mich wärmen und stärken soll. Ich stelle die Tasse mit dem Tee auf den Boden zu meinen Füßen. Da fallen erste dicke Regentropfen in den Tee – Unruhe und Verwässerung. Und das nur, weil ich die Sache nicht gleich in die Hand genommen habe.

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