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Wie eine Klette

Traum vom 15. April 2010

Nur mit einem schwarzen Sweater bekleidet, stehe ich hinter der Frau mit dem Besen. Sie sitzt mit freiem Oberkörper vor mir, ich gebe ihr eine entspannende Massage. Deutlich sehe ich ihre Haut, die Spuren des Alters: feine Risse und nachlassende Elastizität. Die Wirbel zeichnen sich durch die nur wenig gepolsterte Haut. Sie stöhnt und ich erkenne mit etwas Schrecken, dass ein Teil meines Sweaters wie eine Klette an ihrer Haut haftet – dort, auf der Wirbelsäule zwischen den Schulterblättern. Ganz vorsichtig, so als sei es ein arg festsitzendes Pflaster, ziehe ich den Stoff von ihrer Haut. Der Stoff krallt sich geradezu in ihre Haut. Ich beruhige sie, verspreche, dass ich gleich alles entfernt haben werde, aber so schnell, wie ich es mir vorgestellt hatte, geht es dann doch nicht. “Oh, das tut mir wirklich leid! Aber ich werde Ihnen gleich eine schöne Massage geben!” Und dann, tatsächlich kann ich mich endlich von ihr lösen.

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