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Mehl

Traum vom 15. April 2010

Tag der offenen Tür eines Mühlenbetriebes. Eine Reihe von Bierzeltgarnituren erstreckt sich an einer Innenseite der großen Scheune – vielleicht einem ehemaligen Hangar. Dort nehmen die Besucher Platz, um von den in der Mühlenbäckerei gebackenen Broten zu kosten. Ich gehe einen langen Steg entlang – einfacher Art, so breit wie die drei nebeneinander gelegten Bretter, die die Trittfläche bilden, an den Seiten einfachste Handläufe. Ein Steg, der sich genau oberhalb der Tischreihe erstreckt. In meinen Armen halte ich einige Laibe Bauernbrot; nämlich jene, für die ich mich nach dem Kosten entschieden habe. So laufe ich also in sieben oder acht Meter Höhe über die Köpfe der Menschen hinweg, die unten sitzen. Erst auf halber Strecke bemerke ich, dass der Steg und auch die Handläufe voller Mehlstaub sind, den ich mit Armen und Füßen vom Holz streife. Es rieselt hinab auf die Tische. Merkwürdig … als ich vorhin dort unten saß, habe ich nichts davon bemerkt, dass mir Mehl auf den Kopf gerieselt wäre, und doch werden ja auch andere Besucher das Mehl aufgewirbelt haben, denn an diesem Steg führt kein Weg vorbei, wenn man wirklich alles gesehen haben will, so dass die meisten hinüber gehen werden. Das Ende des Steges ist erreicht, steile schmale Stufen führen hinab auf den sandig-erdigen Untergrund der Scheune. Die nächste Stufe ist sehr weit unten; als mein Fuß endlich drauf steht, finde ich auch eine Erklärung für diesen großen Abstand zwischen den Stufen. Der Konstrukteur hat sicherlich so gedacht, dass die Stufen genau den richtigen Abstand haben, wenn ein Erwachsener mit seiner Beinlänge von dieser zur nächsten Stufe reicht. Dass dabei der Fuß des Standbeines bis zum Beinansatz hoch muss, hat er sicherlich nicht bedacht. Manchmal fällt einem gar nicht ein, welche Faktoren berücksichtigt werden müssen, um eine Sache perfekt hinzukriegen. Der erste Schritt ist getan, und so bin ich zuversichtlich, dass mir die nächsten Schritte ebenfalls gelingen werde und ich meinen Weg fortsetzen kann.

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