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Schmerzhafte Zurückweisung

Traum vom 16. April 2010

Nach Monaten mal wieder bei der alten Frau Ulrich. Mir ist unwohl. Auch wenn ich der Einladung zum Frühstück folge, so kann ich die Sache nicht einordnen und bin unsicher. Kurz nach dem Klingeln an der Haustür wird Moina und mir geöffnet. Im engen Flur der erste Blickkontakt mit der Alten. Mit vernichtendem Blick empfängt sie uns. Oh … haben wir uns im Tag oder in der Stunde geirrt? Hm, nein, keine Aussage kommt, nur stummes Einverständnis. Sie streift wortlos an uns vorbei in die Küche. Ihr Anblick macht mich betroffen. Sie ist so klein und schmächtig geworden; deutlich kleiner als ich. Sie ist sichtlich gealtert. Mein Herz wird weit und tief berührt breite ich die Arme aus – alles, was an Uneinigkeit gewesen ist, habe ich an dieser Stelle vergeben. Doch kaum berühre ich sie, da streckt sie beide Handteller gegen meinen Bauch und weist mich ab. Ihr Druck ist eisenhart und unnachgiebig. Er löst spontan Bauchschmerzen aus, gefolgt von Übelkeit. Erschrocken weiche ich zurück. Es schmerzt … nicht nur körperlich. Verstehe, sie ist nicht willens, mir zu vergeben. Um so mehr wundert mich, dass sie nach wie vor darauf besteht, dass wir in die Küche kommen. Dort zeigt sie auf einen Korb, aus dem einige Baguettestangen herausragen. Wir sollen uns etwas zum Frühstück aussuchen. Wieder lasse ich bereitwillig von dem unangenehmen Gefühlen, so als sei auch dieser Augenblick wieder unberührt von der Vergangenheit. Ich verstehe nicht, dass ich mich trotz allem auf einen weiteren Aufenthalt einlasse.

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