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Abrissbirne mit Getriebelicht

Traum vom 23. April 2010

Gemeinsam mit dem Älteren und seinem längst verstorbenen Freund unterwegs im tiefen Wald. Ein breiter Wirtschaftsweg, gesäumt von gefällten Bäumen. Da, ein Wurzelwerk, das bis über unsere Köpfe hinauf reicht. Darin hängt eine alte Eisenlaterne. So archaisch anmutend, dass ich sofort ein Foto davon machen will. Dieses brauneiserne Lampengestell mit den grünen Abriebstellen. In der Mitte ein Glas für das Licht, schützend ummantelt von einem gewundenen Metallgitterkorb. Der Ältere greift die Laterne, hält sie fest, mir entgegen, ein Hin- und Herbaumeln unterbindend. Und wie ich durch den Sucher schaue, changiert die Laterne zu einem riesigen Maschinenteil, so vertrackt, dass ich weder Funktion noch Nutzen zu erkennen vermag. Wird größer und größer, die schwermetallene Greifschaufel mit weit aufgerissenem Schlund. Mitten im Schlund das gitterumantelte Getriebelicht. Der Ältere lässt die Laterne los. In Zeitlupe kommt sie wie eine Abrissbirne auf mich zu. Gleich … gleich … Jetzt! Das Motiv ist erfasst! Das Getriebelicht anpeilend, drücke ich auf den Auslöser. Gleich hat mich das mördergroße Teil erreicht. Zeit, ein paar Schritte zurückzuweichen.

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