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Karl Valentin lacht

24. April 2010

Mitten in der Nacht wachte ich davon auf, dass Karl Valentin durch mein bildfreies Trauminnen geisterte. Vom Haha tonloser Verzweiflung begleitet, flog er wie ein langsam kreisender, vierflügliger Bumerang immer tiefer in die braune Spirale eines sich windenden Tunnels hinein.

Am Morgen jetzt taucht Karl Valentin erneut in einem Traum auf:

Es geht um seine Bilder: Aufnahmen alltäglicher Gebrauchsgegenstände auf hellem Grund, die er auf dem Rechner soweit bearbeitete, dass nur noch ein Teil des Gegenstandes in seiner ursprünglichen Form erkennbar blieb. Zugleich verbunden mit einer neu hinzugewonnenen Form. Am Beispiel eines bearbeiteten Bildes einer Mistgabel — die daraufhin mit einer ihr ähnlichen Form verbunden wurde und nun aus ihr herauszuweichen scheint — erklärt Karl Valentin: „Auf diese Weise arbeite ich eine weitere, unter der Oberfläche liegende Funktionsweise eines Gegenstandes heraus. Bewusstwerdung durch Gestaltung.” Damit entschwebt Karl Valentin gleich wieder in den Spiraltunnel, vom Echo seines trockenen “Ha-ha, Ha ha ha …” gefolgt.

Traumpfade: Tatsächlich spüre ich doppelte Betroffenheit; wie bei einem dieser Bilder.

Karl Valentin

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2 Antworten zu Karl Valentin lacht

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