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Posts tagged ‘Baum’

Traum vom 14. Juni 2010

Auf dem Weg zum Ristorante hatte ich gleich die Bestellung eines netten seriösen Herren aufgenommen, um diese sofort an die Küche weiterzuleiten. Doch gleich bei meiner Ankunft erfahre ich — sehe es zugleich — dass der Pizzabäcker in einem Baum herumturnt. In einem Baum mit weit ausgreifenden Ästen, dessen frischgrünes, tanzendes Laub die Sonnenstrahlen irrlichern bricht. Ein Hintergrund, vor dem der Pizzabäcker kaum zu erkennen ist. Nicht zuletzt, weil mir dabei die Tränen kommen – von wegen des hellen Lichts. Nach weiteren zwanzig Minuten turnt der Pizzamann immer noch in den Bäumen, deren Äste so ineinandergreifen, dass er gar nicht auf den Erdboden zurück muss. Wozu auch. Aber was macht er dort oben? Was soll ich dem Gast sagen, der bereits vorhin in Eile war, als er bestellte? Wie soll ich erklären, dass ich immer noch nichts serviere? Der Mann in Bäumen hangelt sich weiter. Alles eine Frage der Hochspannung.

Traum vom 23. April 2010

Gemeinsam mit dem Älteren und seinem längst verstorbenen Freund unterwegs im tiefen Wald. Ein breiter Wirtschaftsweg, gesäumt von gefällten Bäumen. Da, ein Wurzelwerk, das bis über unsere Köpfe hinauf reicht. Darin hängt eine alte Eisenlaterne. So archaisch anmutend, dass ich sofort ein Foto davon machen will. Dieses brauneiserne Lampengestell mit den grünen Abriebstellen. In der Mitte ein Glas für das Licht, schützend ummantelt von einem gewundenen Metallgitterkorb. Der Ältere greift die Laterne, hält sie fest, mir entgegen, ein Hin- und Herbaumeln unterbindend. Und wie ich durch den Sucher schaue, changiert die Laterne zu einem riesigen Maschinenteil, so vertrackt, dass ich weder Funktion noch Nutzen zu erkennen vermag. Wird größer und größer, die schwermetallene Greifschaufel mit weit aufgerissenem Schlund. Mitten im Schlund das gitterumantelte Getriebelicht. Der Ältere lässt die Laterne los. In Zeitlupe kommt sie wie eine Abrissbirne auf mich zu. Gleich … gleich … Jetzt! Das Motiv ist erfasst! Das Getriebelicht anpeilend, drücke ich auf den Auslöser. Gleich hat mich das mördergroße Teil erreicht. Zeit, ein paar Schritte zurückzuweichen.

Traum vom 1. Januar 2010 - [Juli]

Kaffee Verrückt. Durch die Schwingtüre trete ich hinaus in den Raum mit dem Lebensbaum. Ich bin im Glauben es gäbe jede Menge Arbeit zu verrichten, fühle mich etwas unter Druck. Doch da entdecke ich am Stammtisch die Griechin aus dem Erdhügel. Voller Sanftmut und Frieden schaut sie mich an. Sie trägt eine erdbraune Hose und einen Angorapulli in Terracottarot. Ihre Haare sind frisch gewaschen, ihre Wangen leicht gerötet – ganz entspannt. Mit einer Hand fegt sie nochmals über den Stammtisch, aber das ist nur eine abschließende Geste – der Tisch ist bereits gereinigt. Nun sehe ich auch, dass der Fußboden ebenfalls gewischt wurde. Gerade jetzt verdunstet die letzte verbliebene Feuchtigkeit vom Parkett. Auch liegt ein reiner Geruch in der Luft. Jetzt fällt es mir ein: Na klar, heute ist ja ein Feiertag! Neujahr! Und da bereits alles gereinigt ist, gibt es heute keine Arbeit! Freude, Entspannung und Glück. Ich drehe mich um, dort steht mein Netbook auf einem Tisch – aufgeklappt, ein virtuelles Lebensprogramm ist geöffnet. Am unteren Bildschirm eine große Samentüte vor dem Hintergrund einiger vorbereiteter virtueller Beete. Ach wie schön! Nun habe ich sofort Zeit, mich um die Aussaat für 2010 zu kümmern. Dies zu tun, darauf verspüre ich große Lust.