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Posts tagged ‘Verbindung’

Traum vom 1. März 2010

Am Rande der Stadt – zwielichtiges Viertel. Ich warte nahe einer Treppe, die unter die Straße führt, und telefoniere wegen einer Verabredung an diesem Ort, da die erwartete Person nicht eingetroffen ist. Die Anruferin will mir das Ausbleiben mitteilen und die Gründe dafür benennen. Ich aber sehe aus dem Augenwinkel, dass die Anruferin, die gleichzeitig die erwartete Person ist, nur drei oder vier Schritte von mir entfernt steht, mich wortlos und eingehend mustert.. „Hey, Du bist hier!!“ sage ich leicht verärgert ins Handy.
„Nein, bin ich nicht! Sie kann nicht sehen!“
Tatsächlich sehe ich nun, durch meine Vorstellungskraft über das Gesicht der Frau gelegt, dass ihr ein Auge fehlt. Ja, noch nicht einmal eine Augenhöhle existiert. Gleichzeitig erkenne ich aber unter der Vorstellung das wahre Gesicht: die Frau hat zwei völlig intakte Augen. Sie macht mir etwas vor – warum auch immer. Sie redet eindringlich, beharrt darauf, dass die Frau hier blind ist. Ich sage: „Das kann ich kaum glauben!“ Doch sie besteht darauf: „Doch doch!!“

Langsam entsteht ein Gefühl leichter Bedrohung durch diese Frau… Hier ist doch etwas nicht in Ordnung?! Mit einem Male strömen etwa zehn Bekannte von mir herbei. Die vermeintlich Blinde liegt am Boden, die Beine lang ausgestreckt, dorthin, wo die Bekannten entlang gehen. Es sieht nach Absicht aus, so als wolle sie den anderen ein Bein stellen. Ein Bekannter schaut sehr genau hin – er versteht etwas von solchen Dingen – und teilt mir nüchtern seine Erkenntnis mit: „So ist kein Blinder! Der zöge seine Beine bereits bei der leisesten Berührung fort, um sich und andere nicht zu gefährden. Die Person dort ist nicht blind; sie handelt vorsätzlich!

Traumland

Traum vom 10. Februar 2010

Eine einfache Landkarte – grünwolkige Oberfläche mit braunen Ortsflecken, die durch schwarze Linien miteinander verbunden sind. Mit den Augen wandere ich von Ort zu Ort. Zu schauen, ob es irgendwo Arbeit gibt, ob etwas zu bewältigen ist, ob es Unruhen oder Zwistigkeiten gibt, Probleme oder Unbereinigtes. Doch nichts… überall Stille und Frieden. Es gibt keine Arbeit. Ich kann es kaum glauben, dass an allen Orten alles geklärt sein soll und schaue mich weiter um, immer darauf gefasst, dass doch noch ein Traum aus einem der Orte aufsteigt. Doch es bleibt still und unbewegt.

Sachara Chara Purna

Traum vom 9. Januar 2010

Ein Anruf von André; er ersucht um Hilfe. Seine Stimme kommt nur ganz dünn an. Ich verstehe kaum, meine aber, er erzählt davon, dass seine Eltern ihm nicht zuhören. Ich bin nicht sicher, ihn richtig verstanden zu haben, wüsste auch gerne mehr darüber und frage deshalb noch einmal nach. Andrés Antwort kommt nun unverständlich leise. Ich halte den Atem an, um vielleicht doch etwas zu verstehen. Doch er wird eher noch leiser. Gerne würde ich ihm sagen, dass seine Eltern ihm vielleicht deswegen nicht zuhören, weil sie gar nicht bemerken, dass er etwas sagt – so leise, wie seine Stimme ankommt. Es könnte etwas trösten, wenn die Ursachen klarer werden. Nur mag ich ihm das bei dieser schlechten Verbindung gar nicht sagen, weil weitere, möglicherweise notwendige Erklärungen ihn kaum erreichen und es ihm nicht hilft, aus seinem Unglück zu entsteigen. Es tut mir sehr leid, ihm nicht helfen zu können.